E. FLUECKIGER AG ROTHRIST






Besuch vom 16. September 2010 - SAQ Sektion Aargau/Solothurn

Qualität in der Entsorgung und im Recycling

Bericht@Benedikt Aeberhardt(SAQ)

Auf dem Rundgang durchs Firmengelände der E. Flückiger AG konnten sich die SAQ Besucher selbst überzeugen, welche Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Umweltschutz erfüllt werden müssen, um der Entsorgung unseres täglich anfallenden Mülls gerecht zu werden.
Wo entsorgt wird, ist es laut: Für seine Begrüssungsworte musste Hans Schöni, Präsident der Sektion Aargau/Solothurn auf starke Stimmbänder zählen, denn ringsum waren Krane am Werk, die Altmaterial geräuschvoll trennten. Der Präsident betonte, dass der Anlass bewusst mit einer Begehung während laufenden Maschinen starte, um den Teilnehmenden den Einblick hinter die Kulissen 1:1 zu gewähren.

Kontinuierliches Wachstum

Roland Schöni, Kadermitglied bei E. Flückiger AG, zeigte den Weg der Firma vom Start als Alteisen- und Lumpensammler 1924 bis zu der Eröffnung einer neuen Metallhalle im heurigen Jahr auf. Nicht ohne Stolz erklärte er: „Wir sind eine Familien AG in der dritten Generation. Unser Chef heisst auch heute noch Flückiger und arbeitet im Betrieb mit.“ Roland Schöni sagte, dass die ISO-zertifizierte Firma (90001.2000 sowie 14001.2004) heute rund 90 Mitarbeitende beschäftige. Aus den verschiedenen Tätigkeiten rund um Schrottverwertung und Metallhandel haben sich ein halbes Duzend Firmen gebildet, die in der Flückiger-Gruppe formiert sind.

Qualität in rauer Umgebung

Nach den Kurzreferaten unter freiem Himmel, wurden die SAQ-Teilnehmenden in Gruppen eingeteilt, und konnten sich vom qualitätsorientierten Schaffen der Flückiger-Mitarbeitenden selbst überzeugen: Firmeneigene Lastwagen bringen im Minutentakt Container zum Sortierplatz. Die Eingangskontrolle ist der Qualitäts- und Sicherheitsfaktor schlechthin. Container kommen nur aufs Gelände wenn sie die Prüfung auf Radioaktivität erfolgreich bestanden haben. Auf geschlossene Behälter sind die Eingangskontrolleure besonders sensibel. Denn diese werden zu einer tödlichen Angelegenheit, wenn Sie später in einem Stahlwerk in einen Schmelzofen gelangen.

Giftiger Kühlschrank

Dass das Kältemittel in einem Kühlschrank umweltschädigend ist, wussten wohl die meisten Teilnehmenden. Dass es aber in diesem Haushaltprodukt weitere, genau so toxische, Bauteile gibt, löste beim einen oder anderen ein Raunen aus. Beispiel Lichtschalter: Die Beleuchtung in einer Kühltruhe wird über einen Quecksilberschalter geschaltet – auch bei den heutigen Modellen. Die Vertreter der Kühlteg – einer der eingangs erwähnter Töchterfirmen der E. Flückiger AG – erklärten, wie diese Bauteile mit viel personellem Aufwand und millionenteuren Maschinen recycliert werden.